Orthodoxe Liturgie

 

 

 

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  Romanos Melodos
















Das Wesen des liturgischen Gesanges im Gottesdienst der orthodoxen Kirche

Die Kirchenmusik der Ostkirche ist die vokale Musik, die den Gottesdienst begleitet. Auch wenn die slawischen orthodoxen Kirchen die Prinzipien des Kirchengesanges und damit die Ablehnung der instrumentalen Musik in jeglicher Form im Gottesdienst von der byzantinischen Kirche übernommen haben, so liegen die Gründe dafür auch in der Natur des orthodoxen Gottesdienstes und seiner Gestaltung. Das Tragende des Gottesdienstes ist das Wort, sei es Gebet, Lobpreisung, Erbauung, Exegese oder Predigt. Die musikalische Färbung entsteht aus dem Text. Alle Formen und Abstufungen der musikalischen Textgestaltung bilden zusammen mit dem eigentlichen melodischen Singen ein monolithisches, musikalisches Ganzes, in dem das musikalische Element zur Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Ideen der Texte dient und eine emotionale Reaktion auf den ideologischen Inhalt bewirkt.

In der Ostkirche gibt es keinen Gottesdienst ohne Gesang, sei es in der einfachen Form der Psalmodie oder in der Form eines hymnischen Gesanges, entweder von einem Sänger oder von mehreren Sängern chorisch oder sogar von allen Gläubigen ausgeführt. Das Prinzip bleibt das gleiche: Das Wort erscheint in verschiedener klanglicher Gestaltung je nach dem Charakter des auszuführenden Materials und nach dem Charakter des Offiziums. Zusammenfassend kann gesagt werden: Der liturgische Gesang in der orthodoxen Kirche ist eine Form des Gottesdienstes selbst.























Professor Johann von Gardner †
Mentor des ROMANOS-CHORES
Widmung in seinem 1976 erschienenen Fachbuch „System und Wesen des russischen Kirchengesanges“, aus dem hier auszugsweise zitiert wird.







 







Grafische Darstellung

Schematische Übersicht





 
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